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1. Konzert der Yehudi Menuhin Stiftung „LIVE MUSIC NOW“

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„ICH LADE GERN MIR GÄSTE EIN …“

Liebeslieder und Duette aus Oper, Lied und Operette

Sonntag, 7. Mai 2017, Beginn: 15.30 Uhr (Einlass: 15.00 Uhr)

2. Konzert: Sonntag, 17. September 2017

Festsaal Wasserschloss

Vero Miller, Mezzosopran
Hiroko Utsumi, Piano
Bavo Orroi, Bariton

Programm PDF: LIVE MUSIC NOW Programm

Fotos, Videos und Bericht vom Auftritt:



Live Music Now

Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude. Diese Erkenntnis bewog den großen Violinisten Yehudi Menuhin dazu, eine Einrichtung ins Leben zu rufen, die insbesondere Menschen in den Genuss von Musik bringt, die nicht einfach in ein Konzert gehen können. Weil sie in Krankenhäusern sind, in Altersheimen, Hospizen, Waisenhäusern oder auch Strafanstalten. Und gleichzeitig fördert diese 1977 in Großbritannien unter dem Namen Live Music Now von Yehudi Menuhin gegründete Einrichtung damit auch junge, aber bereits herausragende Künstler. Wovon man sich auch bei diesem, von SOVIE an einem Sonntagnachmittag präsentierten Konzert überzeugen konnte.

Ich lade gern mir Gäste ein
Denn es sind besondere Anforderungen, die an diese jungen Künstler gestellt werden. Zum Beispiel auch, weil die drei Protagonisten bereits kurze Zeit zuvor ein Konzert im benachbarten Bezirkskrankenhaus gegeben hatten, als im kleinen Saal des Wasserschlosses Liebeslieder und Duette aus Oper, Lied und Operette mit Mezzosopran Vero Miller, Bariton Bavo Orroi und Hiroko Utsumi am Flügel auf dem Programm standen. Was aber bei diesem Lieder-Nachmittag im Wasserschloss überhaupt nicht zu spüren, geschweige denn zu hören war. Bravourös meisterten Mezzosopran und Bariton Felix Mendelssohn-Bartholdys Romanze aus Ruy Blas, einer Auftragsarbeit übrigens für eine Aufführung des Stückes von Victor Hugo im Leipziger Theater im Jahr 1839.

Lieder, die man selten hört
Doch nicht nur die Ansprüche an die Interpreten sind bei Live Music Now hoch. Auch das Programm dieses bestens besuchten Lieder-Nachmittags mit Werken von Robert Schumann, Franz Schubert, Johannes Brahms oder Georges Bizet orientierte sich nicht am Gängigen, sondern überraschte mit eher unbekannten Duetten und Solopartien, die einmal romantisch gefühlvolle Stimmen verlangten, um dann wieder das ganze dramatische Talent von Sängerin und Sänger zu fordern. Ansprüche, die von Vero Miller, unter anderem Absolventin diverser Meisterkurse und längst auch preisgekrönt, ebenso erfüllt wurden wie von dem Belgier Bavo Orroi, der bereits auf nicht wenig Bühnenerfahrung verweisen kann.

Begeisternde Stimmen und Interpreten
Mit Hiroko Utsami, die ihre musikalische Hochschul-Ausbildung im japanischen Okinawa begann und derzeit an der Münchener Hochschule für Musik und Theater studiert, hatten sie allerdings auch eine aufmerksame und einfühlsame Klavierbegleitung. Die auch als Solistin und mit dem „Liebestraum“ von Franz Liszt zur Gänze zu überzeugen wusste. Dass ihre beiden Gesanges-Kollegen auch im Fach Oper zu Hause sind, natürlich eine entsprechende Ausbildung und vor allem aber auch das mimische Talent dazu haben, zeigte sich dann ganz besonders bei Solo und Duett aus Mozarts „Cosi fan tutte“. Was für eine Stimmgewalt einerseits, welch sanftes Gurren und Schmachten, wenn es der Komponist so wollte.

Unvergessliche Melodien
Und selbst als die drei schon so fortgeschrittenen Nachwuchskünstler mit ihrer Zugabe und etwas leichteren Tönen dem Publikum ein weiteres Geschenk machten, war dies mehr als hörenswert. Obwohl schon tausendfach gespielt und gehört, kam das Duett „Lippen schweigen“ aus Franz Lehárs „Lustiger Witwe“ taufrisch und jung daher. Weshalb man insbesondere auch mit Blick auf die Tanzeinlage durchaus geneigt ist zu sagen: Vergesst Placido Domingo und Anna Netrebko! Denn so schön kann ein entstaubter Lehár sein! Und das macht auch den besonderen Charme der Konzerte mit Live Music Now aus. Hier bekommt Klassik ein Bad im Jungbrunnen. Weshalb sie alle begeistert. Man sollte also keines dieser Konzerte versäumen. PET

Biographien:

Vero Miller · Mezzosopran

Vero Miller wurde 1993 in Ulm geboren.

Von 2011 bis 2015 absolvierte sie den Bachelor-Studiengang Gesang und Oper bei Prof. Hanno Müller-Brachmann und KS Júlia Várady an der Hochschule für Musik in Karlsruhe und trat dort in einigen Opernproduktionen sowie bei den „21. Europäischen Musiktagen Karlsruhe“ auf.

Sie belegte Meisterkurse u. a. bei Marlis Petersen, Brigitte Fassbaender, Cheryl Studer, Wolfgang Rihm und Heinz Holliger. Vero Miller ist Stipendiatin der Stiftung „Yehudi Menuhin – Live Music Now “, war 3. Preisträgerin des Bundesgesangswettbewerbs – Junior 2014, gewann 2015 den Nachwuchspreis beim Internationalen Lion´s Club -Gesangswettbewerb und ist Preisträgerin des „Rainer-Koch-Gedächtnispreises“.

Im Oktober 2014 sang sie die Dorabella im Theater Koblenz in Mozarts „Cosí fan tutte“ (Musikalische Leitung: Karsten Huschke, Regie: Cynthia Thurat).

Seit Oktober 2015 ist Vero Miller Studentin des Master-Studiengangs Musiktheater / Operngesang an der Theaterakademie August Everding und der Gesangsklasse von KS Prof. Christiane Iven an der Hochschule für Musik und Theater München. Im Rahmen ihres Studiums sang sie im Jahr 2016 die Partie der Frau Hinrichs in „Die arabische Nacht“ von Christian Jost (Musikalische Leitung: Eva Pons, Regie: Balázs Kovalik), in „Ulisse“ nach Claudio Monteverdi (Musikalische Leitung: Joachim Tschiedel, Regie: Martina Veh) war sie als Penelope zu sehen. Als Preisträgerin des Internationalen Gesangwettbewerbs der Kammeroper Schloß Rheinsberg interpretierte sie ebendort im Juli 2016 die Partie der Bradamante in Händels „Alcina“ (Musikalische Leitung: Attilio Cremonesi, Regie: Isabel Ostermann). Im Februar 2017 folgte im Prinzregententheater München die Besetzung als Stewardess in der Oper „Flight“ von Jonathan Dove [Musikalische Leitung: Ulf Schirmer, Regie: Balázs Kovalik], zusammen mit dem Münchner Rundfunkorchester.

Im Juli 2017 wird sie als Hänsel in Humperdincks „Hänsel und Gretel“ an der Jungen Oper im Schloß Weikersheim zu erleben sein.

Darüber hinaus trat sie u. a. als Solistin bei den Neujahrskonzerten 2017 des Staatsorchesters Braunschweig unter der musikalischen Leitung von Gerd Schaller auf und sang im März 2017 in München die Partie der Donna Israelita in dem Oratorium „Esther“ von Giuseppe Lidarti unter der musikalischen Leitung von Daniel Grossmann und dem Orchester Jakobsplatz München.


Hiroko Utsumi · Piano

Hiroko Utsumi wurde 1992 in Hyogo, Japan geboren. 2015 absolvierte sie ihr Bachelorstudium Klavier an der Hochschule für Kunst Okinawa bei Prof. Hitomi Itokazu. Seit 2016 studiert sie Master Liedgestaltung an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Fritz Schwinghammer und Prof. Donald Sulzen.

2013 gewann sie den 1. Preis in der Kategorie Soloklavier beim Musikwettbewerb unter der Schirmherrschaft der Tageszeitung Ryukyu Shimpo in Okinawa.

Seit 2017 ist sie Stipendiatin bei Yehudi Menuhin Live Musik Now München E.V.


Bavo Orroi · Bariton

Bavo Orroi sammelte erste Bühnenerfahrung als Guglielmo in Così fan tutte mit La Petite Bande Academy unter der musikalischen Leitung von Sigiswald Kuijken und in Produktionen der International Belcanto Academy in Amsterdam. Vor seiner Gesangsausbildung in München studierte er Gesang und Euphonium im Lemmensinstituut in Belgien. Seit 2015 studiert er im Master-Studiengang Musiktheater/Operngesang an der Theaterakademie und war in den Produktionen Carmen assassinée unter Karsten Januschke und Flight von Jonathan Dove unter Ulf Schirmer Im Prinzregententheater zu hören, außerdem sang er den Cold Genius in King Arthur mit dem Münchner Rundfunkorchester unter der musikalischen Leitung von Paul Goodwin.

Schon seit vielen Jahren wird unser Verein durch die Yehudi Menuhin Organisation mit zwei Konzerten jährlich unterstützt. Die auftretenden Künstler haben in der Regel nicht nur ihre musikalischen Studien bereits abgeschlossen, sondern stehen meist vor einer aufstrebenden, internationalen Karriere.

„Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude“ – das war die prägende Erfahrung des großen Musikers und Dirigenten Yehudi Menuhin, der Musik nicht nur als Kunst, sondern als Beitrag zu einer besseren Gesellschaft verstand. So organisiert die von Menuhin 1977 gegründete Stiftung Live Music Now bis heute kostenlos Konzerte für Menschen, die in Krankenhäusern, Altenheimen, Waisenhäusern, Strafanstalten, Hospizen oder anderen sozialen Einrichtungen leben. Also aufgrund ihrer Lebensumstände nicht reguläre Konzerte besuchen können.

Und die nach strengen Kriterien von einer Fachjury ausgewählten Stipendiaten machen wichtige Erfahrungen vor einem außergewöhnlichen Publikum in ungewohnter Umgebung; sie erleben hautnah die heilende, aufbauende Wirkung ihrer Musik bei ihren Zuhörern und gewinnen dabei menschliche wie künstlerische Reife.

Weiter Infos: www.livemusicnow.de

Details

Datum:
7. Mai
Zeit:
15:30 - 17:30
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Festsaal Wasserschloss
Telefon:
0 80 84 967 04 31
Webseite:
http://sovie-ev.de