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Samstag, 9. Februar · 19:00 - 21:00


ALLÉGRESSE

Gypsy Swing im Stil von Django Reinhardt

Konzertbericht Konzertfotos PR Media PR Musiker

Konzertbericht

Mediterranes Feeling im Winter

Draußen eher frostiges Winterwetter in etwas dunklerem Grau. Drinnen vielleicht einen sonnenhellen Strand vorm geistigen Auge, angenehme Badetemperaturen und Urlaubsgefühle im Hinterkopf. Letzteres insbesondere bei Menschen, die wissen, wo Saintes-Maries-de-la-Mer liegt, und dass dort immer noch und wie vor 30 Jahren vor allem Roma alljährlich Ende Mai zusammenkommen, um die schwarze Sara, die Schutzheilige der „Gitans“, zu ehren. Und natürlich um Musik zu machen, nämlich in den Straßen dieses Ortes inmitten der Camargue mitreißenden Gypsy-Jazz zu spielen. Wie er insbesondere durch den in Belgien geborenen Gitarristen Django Reinhardt in den 1930er Jahren seinen Siegeszug antrat. Entstanden aus der Liaison von Valse Musette und Swing, und damit das erste Kind des Jazz, das auf europäischem Boden geboren wurde.

Hang zum Süden

Und dass die drei Musiker, die für solche Anwandlungen sorgten, weder Gitans sind noch aus den 1930er Jahren stammen, sondern aus der Fuggerstadt Augsburg in das einstige Wasserschloss der Fugger gekommen waren, das war nun wirklich kein Handicap. Einmal abgesehen davon, dass sie selbst rein äußerlich durchaus ins mediterrane Saintes-Maries-de-la-Mer passen würden, ihre musikalische Expertise macht es geradezu zwingend, sie wie selbstverständlich in südlichen Gefilden zu sehen. Denn Titel wie „Les yeux noirs“ oder selbst Kurt Weills „Mackie Messer“ ließen nicht nur an die andalusische Gitarre denken, die Michael Gerle spielt. Sie zeigten auch, dass die drei Musiker außerdem bekennende Jünger Django Reinhardts sind. Die zudem ihrem Trio den Namen „Allégresse“ gegeben haben. Was natürlich dem Französischen entstammt und nichts anderes heißt als „Jubel“, „ausgelassene Freude“!

Ein Name ist Programm

Und wenn man sich jetzt auch nicht vorstellen muss, dass Sologitarrist Michael Gerle, Markus Drescher auf der Rhythmusgitarre und Joschi Hofmann am Kontrabass mit Jubelrufen auf die Bühne des Festsaals stürmten, um ausgelassen ihr Publikum mit Gypsy und dem einen oder anderen Ausflug in etwas andere Gefilde des Jazz zu begeistern, dass sie Freude an dieser Musik und an solchen Auftritten haben, das war unverkennbar. Und machte einen guten Teil des Charmes dieses Konzertes aus. Zeigte, dass bei diesem Trio, 2012 gegründet, auch nach dem angeblich verflixten siebten Jahr noch ein mitreißendes Zusammenspiel möglich ist. Kein Wunder, dass sich mancher im Publikum davon anstecken ließ und den gerade erkannten Titel wenigstens mit summte, um auch mitzumachen.

Trio mit Spitze

Und wenn auch eine solche Formation in diesem Genre mit dem Rhythmus steht und fällt, Markus Drescher und Joschi Hofmann mit Gitarre und Bass diesbezüglich die Säulen waren, auf die gebaut wurde, Michael Gerle und seine Sologitarre waren eindeutig die im wahrsten Sinne des Wortes treibende Kraft. Musiker und Gitarre setzten die Akzente, die selbst oft gehörte Standards noch einmal in einem etwas anderen Licht erscheinen ließen. Was dann auch nicht unbedingt verwundert, wenn man sieht mit wem der freie Musikpädagoge zusammenarbeitet. Und wem dann auch noch der Name Johann Peter Gampl geläufig ist, sie oder er dessen Arbeit als Chorleiter und Komponist in Erding kennt, dann ist das durchaus erhellend, in diesem Zusammenhang zu erfahren, dass Peter Gampl einer der prägenden Lehrer für Michael Gerle war. Fazit wieder einmal: Es hatte sich gelohnt, der Kälte draußen zu trotzen. PET


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Infos zu Allégresse

Michael Gerle, Sologitarre
Markus Drescher, Rhythmusgitarre
Joschi Hofman, Kontrabass

Allégresse – das kann man mit Lust, Freude oder Begeisterung übersetzen; und so zieht das lustvolle, energiegeladene Spiel des Trios die Zuhörer von Beginn an in seinen Bann. Allégresse spielen Jazz-Standards der 20er und 30er Jahre im Stile Django Reinhardts.

An der Sologitarre überzeugt Michael Gerle dabei sowohl durch technische Brillanz als auch durch die Bandbreite virtuoser musikalischer Ideen. Unterstützt wird er dabei von Markus Drescher an der Rhythmusgitarre und Joschi Hofmann am Kontrabass, eine verlässliche Basis für die stilistische Reise zwischen Gypsy-Swing, Jazz Manouche und Latin.

Allégresse Gypsy Jazz Trio – leidenschaftlicher Live-Jazz auf höchstem Niveau – energiegeladen und virtuos.

Weitere Infos zur Band auf: http://allegresse.de

Details

Datum:
Samstag, 9. Februar
Zeit:
19:00 - 21:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Festsaal Wasserschloss
Telefon:
0 80 84 967 04 31
Website:
https://sovie-ev.de