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Sonntag, 7. April · 17:00 - 19:00


LUKAS KLOTZ

Klavierkonzert

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Konzertbericht

Vom Münchener Gasteig in den Festsaal des Wasserschlosses
Sieht man sich an, was dieser Musiker schon alles erreicht hat, auf welchen Feldern er erfolgreich tätig ist, dann erscheint es einem schon ungewöhnlich, dass es diesen mit Preisen geradezu schon überhäuften Pianisten auch in den Festsaal des Wasserschlosses verschlägt. Aber wie in so vielen Fällen des Lebens, gibt es auch dafür plausible Erklärungen. Eine wäre zum Beispiel, dass der Pianist Lukas Klotz trotz aller Preise und trotz der Konzerte in Italien, Spanien oder Portugal menschlich und durchaus auch musikalisch auf dem Boden seiner oberpfälzischen Wahlheimat geblieben ist. Hat er doch unter anderem in Regensburg einen Lehrauftrag an der Universität, ist dort außerdem Musikpädagoge an einem Gymnasium und Mentor vieler „Jugend musiziert“-Wettbewerbe gewesen. Lukas Klotz hat offensichtlich ein im Wortsinne fundamentales Selbstverständnis als Musikpädagoge und Pianist.

Der mit dem Flügel spricht
Bodo Gsedl, Vorstandsvorsitzender und Impresario aus Leidenschaft, brachte es auf den Punkt: Der Bechstein-Flügel, zumeist stiller Beobachter des musikalischen Geschehens im Festsaal des Wasserschlosses, sei begeistert von diesem Gast, der ihn wieder einmal seiner wahren Bestimmung zuführe. Und der Flügel war es hörbar und das auch vom Programm an diesem späteren Sonntagnachmittag. Das mit Werken von Bach, Haydn, Grieg und Felix Mendelssohn-Bartholdy selbst für erprobte und langjährige Kenner und Liebhaber von Klavierkonzerten kaum Wünsche offen ließ. So ist Bachs Partita II c-moll zwar vom Komponisten als „Clavierübung“ bezeichnet worden. Ist aber nicht dazu gedacht und komponiert, um Schülern zur Übung zu dienen. Vielmehr ist diese Komposition, die die im französischen Barock gepflegte Satzfolge erweitert, vor allem Beweis für das hohe Niveau ihres Urhebers. Und verlangt insofern auch vom Interpreten höchstes Können.

Zeiten-Reise
Vom Barock zur Wiener Klassik führte sodann Lukas Klotz sein höchst konzentriertes Publikum mit einer Sonate Joseph Haydns, die, vielleicht vom Blick nach draußen unterstützt, sogar ein wenig frühlingshaft anmutete. Während die drei Auszüge aus Edvard Griegs „Lyrischen Stücken“, über die Jahrzehnte komponiert und insofern auch wie ein Tagebuch zu interpretieren, von einer eher etwas nordisch-nebelumwobenen Romantik geprägt erschienen. Mit viel Bedacht vom Pianisten behandelt und interpretiert. Denen sodann vielsagende „Lieder ohne Worte“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy folgten, so mitreißend von Lukas Klotz interpretiert, dass sich das ansonsten andächtig lauschende Publikum die auch hier mehr als berechtigten Bravo-Rufe nicht mehr verkneifen konnte.

Gelöster Ausklang
Vielleicht lag es am Auftrittspensum, schließlich hatte Lukas Klotz am vorangegangenen Wochenende ja im Münchener Gasteig gespielt. Jedenfalls erlebte man ihn in vor allem äußerlich so richtig losgelöst erst bei den beiden Zugaben, durfte jetzt sogar eine jazzig daherkommende Interpretation dieses höchst professionellen Klassik-Pianisten genießen, die, vielleicht ja zu Unrecht, an einen Song Till Krügers denken ließ. Lukas Klotz ist vor Jahren und zum ersten Mal im Wasserschloss als musikalischer Botschafter der Yehudi Menuhin-Stiftung „Live Music Now“ aufgetreten. Es wäre dem Publikum und vor allem auch dem Bechstein-Flügel mehr als zu wünschen, dass er, obwohl längst auf internationalem Parkett zu Hause, bald wieder den Weg nach Taufkirchen nimmt. PET


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Und wer mal reinhören möchte: Zum Niederknien!


Auf dem Programm stehen dieses Mal die Partita c-Moll BWV 826 von Johann Sebastian Bach, eine Auswahl der »Lyrischen Stücke« von Edward Grieg und Mazurken von Frederic Chopin.

Lukas Klotz ist vierzehnfacher Preisträger bei internationalen Wettbewerben; achtmal wurde er mit einem 1. Preis ausgezeichnet, mehrmals erhielt er den ‘Primo Premio assoluto‘.
International erregte er Aufsehen mit seinem kraftvollen, virtuosen und gleichermaßen sensiblen Klavierspiel, das höchste technische Qualität mit emotionaler Tiefe verbindet. Werktreue, tiefes Verständnis für Aufbau und Form, pianistische Brillanz und verinnerlichtes Spiel bestimmen seine Interpretation. Weitere Infos zu seiner musikalischen Karriere stehen HIER

Sein Repertoire reicht von Bach und Scarlatti bis zu den zeitgenössischen Komponisten; dabei deckt er die gesamte Bandbreite des Instruments ab: Klavier solo, Konzerte mit Orchester, Kammermusik und Liedbegleitung.

Seit fast 20 Jahren ist Lukas Klotz ein vielgefragter Konzertpianist im In- und Ausland. Als Stipendiat der von Yehudi Menuhin initiierten Stiftung “live music now” trat Lukas Klotz 2004 das erste Mal in unserem Schloss auf. Und dann kam er immer wieder zu uns zurück: 2006, 2007, 2010 und 2016. (Link:https://sovie-ev.de/veranstaltung/lukas-klotz-klavierrezital) Seit mehreren Jahren ist er zudem Mitglied in unserem Verein.

Website: http://www.lukas-klotz.de

Details

Datum:
Sonntag, 7. April
Zeit:
17:00 - 19:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Festsaal Wasserschloss
Telefon:
0 80 84 967 04 31
Website:
https://sovie-ev.de