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Freitag, 8. März · 20:00 - 22:30


RIEKE KATZ

Jazz-Pop mit Ohrwurmgarantie

Konzertbericht Konzertfotos PR Media PR Musiker

Konzertbericht

Taffer Auftakt
Es mag ja Menschen geben, die gerade Künstlerinnen und Künstler lieber als Wesen von einem etwas anderen Stern betrachten, also weniger als Menschen wie du und ich. Ich tendiere zur anderen Fraktion. Wenn es „menschelt“, das weckt meine Sympathien. Und so hatte Rieke Katz, gerne – und wie ich finde nicht unbedingt zu Recht – als Jazz-Pop-Vocalistin apostrophiert, bei mir schon einen kleinen Bonus, bevor sie auch nur einen einzigen Ton gesungen hatte. So eindrucksvoll waren ihre bedrohlich funkelnden und eigentlich eher sanft rehbraunen Augen, weil ein Bandmitglied irgendwie ein bisschen aus dem Zeitfenster gefallen war. Und so, ganz sicher nur versehentlich, nicht nur Rieke Katz und drei weitere Bandmitglieder warten ließ, sondern auch das Publikum.

Stringente Professionalität
Und so etwas ist für die ausgebildete Jazz- und Pop-Sängerin und Songwriterin ganz offensichtlich undenkbar. Weshalb wir uns nun basierend auf dieser Information genüsslich der Musik zuwenden können. Denn dieser Abend im Festsaal des Wasserschlosses war nicht nur mit dem Titel ihres aktuellen Albums überschrieben, dieses „That’s me!“ war auch Programm. Sicher nicht alle Facetten aufgreifend, zu denen diese durchaus kraftvolle und dann auch mitunter fast gläsern helle Stimme fähig ist. Schließlich tritt Rieke Katz auch in anderen Konstellationen und mit anderem Repertoire auf. Aber auf jeden Fall ein bisweilen fast schon etwas wagemutiges „Crossover“ bietend, also zwischen Jazz, Funk und Swing oder auch zwischen Rock, Pop und R&B wandelnd. Und das mit viel Selbstverständnis und einem durchaus durchgestylten Konzept.

Gut aufgehoben
Weshalb sie mit ihren musikalischen Mitstreitern geradezu einen Kontrapunkt setzte. Was ihre drei Mitstreiter, nämlich Rocco Dürlich auf der E-Gitarre, Konrad Hinsken am Keyboard oder Flügel, Heiko Duffner am ebenfalls verstromten Bass und Sebastian Kraus an den Drums boten, war nämlich streckenweise durchaus mehr als solides Handwerk. Was spätestens immer dann unüberhörbar war, wenn solistische Akzente gesetzt wurden. Wenn es keinen Zweifel gab, wo das jeweilige musikalische Herz schlägt. Und so kann Gitarre und Bass gefahrlos unterstellt werden, dass sie dem klassischen Rock wohl nicht abgeneigt sind. Gelang es ihnen doch, an große Saitenzupfer dieser Ära zu erinnern. Während der Herr über 52 weiße und 36 schwarze Tasten ganz zweifellos den Jazz bevorzugt und so für Highlights sorgte. Schade nur, dass Sebastian Kraus die Rolle als verlässlicher Drummer bis auf ein einziges bemerkenswertes Solo beibehielt.

Zweisprachige Songwriterin
Womit wir schon bei einer weiteren Besonderheit von Rieke Katz sind, die es vom Schwarzwald nach Karlsruhe verschlagen hat. Der Liebe wegen, wie sie bekannte. Die eigenen Texte sind nämlich, die Vermutung ist wohl erlaubt und wurde auch durch die Moderation bestätigt, von ganz persönlichen Erlebnissen und Sichtweisen geprägt. Oder etwas salopper ausgedrückt: das Leben hat ihr ins Songbuch geschrieben, wenn sie sich zum Beispiel wünscht, dass sie nein sagen könnte. Womit
wir schon bei der anderen Besonderheit wären. Ja, Rieke Katz singt auch Deutsch, und außerdem covert sie Gershwin oder Lady Gaga.

Ein besonderer Moment
Was für den Beobachter im Hintergrund zu unverhofftem Vergnügen führte. Und ihn darin erinnerte, welches eigentlich der hauptsächliche Grund für diese Konzerte ist. Dass nämlich angeblich normale Menschen mit Menschen, die einfach etwas anders sind als der Rest, zusammen Musik hören und vielleicht auch ein bisschen zusammenfinden. Auslöser dafür: Lady Gaga. Und die vorausgeschickte Vermutung von Rieke Katz, dass wohl jeder diesen Song erkennen werde. Tat dann vermutlich auch der Großteil der Besucher. Doch wie sich die Freude darüber ausdrückte, das trennte die Spreu vom Weizen. Weshalb sich der Beobachter, vielleicht auch etwas bedingt durch den höchst professionellen Auftritt von Rieke Katz, wünscht, sich einfach öfter mal wie die Minderheit bei diesem Konzert freuen zu können. PET


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Mal reinhören?


Rieke Katz, Vocals
Rocco Dürlich, Guitar
Konrad Hinsken, Piano
Heiko Duffner, Bass
Sebastian Kraus, Drums, Vocals, Guitars

Mit wunderbarer Leichtigkeit mischt die Karlsruher Sängerin Rieke Katz ihr Repertoire aus Chansons, Funk, Swing, Rythm & Blues. Mal in deutscher, mal in englischer Sprache. Davon schreibt sie vieles selbst und Ihre intelligenten Texte gehen einher mit einer wandlungsfähigen Band und kreativen Melodien, die einem im Ohr bleiben und nach Hause begleiten. Aber auch Standards von Gershwin oder Lady Gaga gewinnt sie neue Seiten ab.

Website: http://www.rieke-katz.de/

Details

Datum:
Freitag, 8. März
Zeit:
20:00 - 22:30
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Festsaal Wasserschloss
Telefon:
0 80 84 967 04 31
Website:
https://sovie-ev.de