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Der Schwarzbauer

KONZERTBERICHT:
Auch wenn für den Abend der erste Schnee des Jahres angekündigt war, haben doch fast 60 Besucher den Weg ins Wasserschloss gefunden. Und wurden mit einem wunderbaren Konzerterlebnis belohnt. Die Band bot ein breites Repertoire in bayerischer Mundart – rockige Songs von mitreißender Power wechselten mit Liedern hintergründiger Nachdenklichkeit. Die sieben Musiker zeigten nicht nur ihr Können, sondern stellten schnell einen kommunikativen Draht zum Publikum her, dem sie ihre Musikstücke mit viel Witz anmoderierten. Dabei scheuten sie sich nicht, auch soziale und politische Anmerkungen mit einfließen zu lassen, die trotz allem Ernst so charmant daher kamen, dass sich die Besucher herrlich amüsierten. Die gelöste und gute Stimmung übertrug sich auch auf einige der bayerischen Sprache nicht so mächtigen Besucher: ein paar „Preussn“ und eine ganze Gruppe Taufkirchener Flüchtlinge, die sich inmitten ihrer Gastgeber sehr wohl fühlten und wie alle nach gut zwei Stunden bestens gelaunt durch die dicken Schneeflocken nach Hause gingen. (bg)

Bisher kannte man den Kurt mit simpler Gitarrenbegleitung. Ein Liedermacher ganz im Sinne seiner Vorbilder Bob Dylan und Hannes Wader eben. Doch nun hat sich Kurt Schwarzbauer als Musiker neu erfunden. Beziehungsweise, ein bisschen hat er sich auch erfinden lassen, von Jörg Weber, dem Schrobenhausener Jazz-Saxophonisten und Komponisten, der Kurt Schwarzbauers Musik, den Geschichten und Songs eine neue musikalische Tiefe gegeben hat.
Und Kurt Schwarzbauer sitzt nicht allein auf der Bühne, sondern wird begleitet von einer Powerband: Jörg Weber spielt selbst Saxophon und Klavier, sein Bruder Florian Weber (Sportfreunde Stiller) hat das Schlagzeug aufgenommen, Markus Schäfer den Kontrabass. Komplementiert wird die Band von Ursl Beyer (Gesang) und Peter Hillinger (Gitarre).

Mit dieser Zusammenarbeit ist auch das Album „Hin & Her“ herausgekommen, dass in seiner Vielfalt in der bayerischen Liedermacher-Szene seinesgleichen sucht. Von Jazzanleihen, Mitsingmelodien bis hin zum potentiellen Wiesn-Hit. Alles da. Und auch die Kritiker schreiben begeistert, wie z.B. in der SZ

Presseartikel
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Den ersten Song des Albums, „Wenn i so kannt“, hat der Kurt bereits in den 1970er Jahren veröffentlicht. Der Text hat jedoch nichts an seiner Gültigkeit und Kraft eingebüßt: „Dad’s a so geh, wia i des wui, war i ein Grenzer mit freundlichem Gsicht. Kam gar net zum Dienst, weil i hätt’s im Gfühl, dass d’Welt ohne mi a net zambricht“. In Zeiten einer sehr problematischen bayerischen Flüchtlingspolitik, ein starkes Statement. Dabei hat der Kurt mit Politik eigentlich gar nicht so viel am Hut. Er ist kein Konstantin Wecker. Er will einfach nur, dass die Menschen nett zueinander sind und auf die Natur aufpassen.

Stattdessen beschäftigt sich „Hin und Her“ lieber mit Freiheit und Rastlosigkeit. Dass der Kurt im Herzen noch sehr jung ist, merkt man bei „Schui aus“. Ein Song, der die Sommerferien aus Schülersicht feiert. Dass er aber älter wird und diesen Prozess manchmal gerne rückgängig machen würden, merkt man in „Zurück“. Auch „Schlaraffenland“ findet sich auf dem Album. Mit der Hymne auf den Freistaat haben Kurt Schwarzbauer und seine Band bereits den Wettbewerb „Lied für Bayern“ gewinnen können.

Mit „Gruaberin“, einer Bluegrass-Liebesgeschichte, ist Kurt Schwarzbauer außerdem ein Mitsing-, Mitschunkel und vielleicht sogar ein Bierzelt-Mitgröhlsong gelungen. Einmal gehört bleibt der Refrain wochenlang im Kopf.

Besonders live ist Kurt Schwarzbauers Energie ansteckend: wie er seine Lieder herausplärrt, weil sie gerade einfach raus müssen. Wer nach einem Schwarzbauer-Konzert schlecht gelaunt nach Hause geht, der ist selbst schuld. Am Kurt kann es jedenfalls kaum gelegen haben.

Und wer schon mal reinhören will: http://schwarzbauerband.de

Details

Datum:
15. Januar 2016
Zeit:
19:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Festsaal Wasserschloss
Telefon:
0 80 84 967 04 31
Webseite:
http://sovie-ev.de