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VIS-A-VIS

Eine Melange aus Tanz, Lyrik und Musik

Freitag, 10. März 2017, Beginn: 19:00 Uhr (Einlass: 18:30 Uhr)

Festsaal Wasserschloss

Fotos und Bericht vom Auftritt


Gegenüber – und doch Seite an Seite
Sich vis-à-vis zu sehen, das ist offensichtlich eine gute Voraussetzung, um sich auf Augenhöhe zu begegnen. Mit diesem Grundgedanken lässt sich das Projekt dreier Künstler charakterisieren, die jetzt erneut das Ergebnis ihrer Zusammenarbeit im Festsaal des Wasserschlosses dem Publikum präsentierten. Veronique Dehimi, Geli Riechert und Peter Hackel gelang es auf wunderbar leichte Weise, drei Kunstrichtungen für sich bestehen zu lassen – und sie gleichzeitig in einem Bild mit vielen Farben zu vereinen.

Der Winter der Seele
Da sind einmal die Gedichte der gebürtigen Luxemburgerin Veronique Dehimi, sanft miteinander verwoben und doch jedes für sich so aussagekräftig in den Stimmungen, mit denen die Lyrikerin mehr als nur Befindlichkeiten oder Situationen skizziert. Selbst wenn sie sagt, dass sie sich „von Wort zu Wort“ taste, das „Treibgut unserer Liebe“ am Strand in der Normandie sucht, oder den Winter in der Seele fühlt, es gelingt ihr stets auch mit ihren Gedichten, den aufmerksamen Zuhörern eine Brücke zu bauen. Nämlich zu den eigenen Erinnerungen und Gefühlen. Und vor allem zu den Fragen, die man sich so oft selber stellt und wahrscheinlich viel öfter stellen sollte. Wenn zum Beispiel die „Gezeiten“ eine Beziehung im Griff haben.

Tanzende Hände und eine Liegestatt

Weshalb es dann überhaupt nicht verwundert, wenn die Tänzerin Geli Riechert, die nicht nur Tanz sondern auch Pilates und speziell für Frauen unterrichtet, mehr in sich hinein als auf Wort oder Musik zu lauschen scheint, wenn sie das Geviert betritt, das Zuschauer und zwei der Interpreten bilden. Mit frappanter Körperbeherrschung, mitunter minimalistischem Aufwand und ein paar Kuben scheint sie weniger zu versuchen, einfach nur Wort oder Musik in Bewegung umzusetzen. Vielmehr vermittelt sich auch in ihren Wechseln von verlangsamter, fast verharrender Bewegung zu dann eher eruptiven Ausbrüchen der Eindruck, dass sie durch ihren Körper zeigt, was die Gedichte von Veronique Dehimi oder das Gitarrenspiel von Peter Hackel bei ihr auslösen.

Sonnige Gefühlskizzen
Dass sich jetzt erst der Blick auf die Musik richtet, ist natürlich keine Gewichtung sondern vielmehr der Höflichkeit geschuldet. Denn auch den mit einer Ausnahme von Peter Hackel, dem Musiker, Gitarrenlehrer und stellvertretenden Leiter der Erdinger Kreismusikschule, komponierten Stücken gelingt es, Eigenständigkeit zu bewahren. Und sich trotzdem bestens in das Bild aus Gefühlskizzen und gelebten oder geträumten Situationen einzufügen. Daran hindert auch nicht die Tatsache, dass seine Stücke nach eigenem Bekenntnis eher von Sonnenlicht durchflutet sind. Und damit ja im Kontrast stehen würden zu den mitunter durchaus etwas düster gezeichneten lyrischen Bildern von Veronique Dehimi. Aber auch hier gelingt das Kunststück, dass sich das Eine zum Anderen fügt, die Gitarre also mit Wort und Bewegung zum Dritten im Bunde wird. Trotz aller virtuosen Eigenständigkeit.

Verwandtschaftliche Beziehungen
Womit fast schon das kleine Geheimnis gelüftet wäre, warum es diesem Trio vis-à-vis des Publikums gelang, dieses auch mit Bluesanklängen und verbalen Schwimmversuchen zu fesseln. Um dieser Darbietung aufmerksam folgen zu können, genügte es, dem Gehörten und Gesehenen den Zugang zum eigenen Kopf und den eigenen Gefühlen zu erlauben. Und dass natürlich auch fröhliches Lachen zu einem Menschen gehört, das zeigte sich spätestens bei Geli Riecherts getanzter und erzählter Geschichte über höchst skurrile verwandtschaftliche Beziehungen. Sie liegen eben zumeist ganz nah beieinander, das Heitere und die Traurigkeit. Das, was wir als normal bezeichnen. Und das, von dem wir behaupten, dass es eigentlich nicht zu uns gehöre. Doch all das ist SOVIES Welt – und damit auch die unsere.

PET


In ihrem zweiten Programm führen die Lyrikerin Veronique Dehimi, die Tänzerin Geli Riechert und der Gitarrist Peter Hackel ihr erfolgreiches Projekt weiter und verbinden Tanz, Lyrik und Musik zu einer spannenden Reise durch Klänge, innere Welten und Bewegung.
Liebe, Landschaft, Leidenschaft, lauter Vis-à-vis, die Begegnungen Raum geben. In poetischer Sprache schildert Véronique Dehimi bewegende Grenzerfahrungen. Die südafrikanische Tänzerin Geli Schubert-Riechert gibt den Gedichten und Geschichten eine eigene tänzerische Deutung, die durch die Stärke ihrer Ausdruckskraft beeindruckt.
Musikalisch wird die lyrische Stimmung durch den Gitarristen und Komponisten Peter Hackel aufgenommen. Durch gegenseitige Inspiration sind neue Stücke entstanden, in denen eine prägnante Tonsprache mit den klanglichen Facetten der Gitarre korrespondiert.
Die drei Künstler führen poetisch, dramatisch sowie spaßig durch einen facettenreichen Abend.

Details

Datum:
10. März
Zeit:
19:00 - 21:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Festsaal Wasserschloss
Telefon:
0 80 84 967 04 31
Webseite:
http://sovie-ev.de