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25. Oktober 2019 · 20:00 - 22:00


DOC RUCKDESCHELS FUN_KEY

„Bässer geht’s nicht!“

Konzertbericht Konzertfotos PR Musiker

Konzertbericht

Die anderen Seiten
Regelmäßige oder auch sporadische Besucher der Konzerte unter dem Qualitätssiegel SOVIE e.V. im Festsaal des Taufkirchener Wasserschlosses kennen ihn vor allem als den Mann, der für den Sound sorgt und dass die Interpreten im besten Licht erscheinen. Fast immer unterstützt von einem jungen Roadie, der schon jetzt das Zeug drauf hat, um irgendwann in seine Fußstapfen zu treten. Wer zudem im vergangenen Jahr auch den Weg auf die sommerliche Terrasse des Wasserschlosses gefunden hat, der kennt Dr. Walter Ruckdeschel allerdings auch als Saxophonisten, der sicher nicht nur im Rahmen von Jazz im Schloss und damals mit der „Bigband Groove Hospital“ aufhorchen ließ. Und immerhin haben sich sicher schon Legionen von Patienten dem praktizierenden Kardiologen anvertraut, aber nur wer jetzt beim Auftritt von „Doc Ruckdeschels Fun-Key“ mit dabei war, konnte nun mit eigenen Augen und Ohren sehen und hören, dass dieser Mann auch E-Bass spielt und außerdem über ein profundes Wissen in Sachen Jazz und Instrumente verfügt.

Der Schlüssel zum Vergnügen
Weshalb es für ihn natürlich keine Frage ist, dass man mit einem Bass allein nur sehr bedingt einen funky groovenden Jazz präsentieren kann. Und so hatte der Mann mit dem großen Herzen für viele Facetten des Jazz natürlich auch Mitstreiter mitgebracht, um das Vergnügen perfekt zu machen. Nämlich Klaus von Heydenaber am E-Piano, das dem „Doc“ gleich Anlass gab, die Kenntnisse des Publikums über die Entwicklung dieser Instrumentengattung zu vertiefen, und so der Schreiber dieser Zeilen zum ersten Mal in seinem Leben etwas über Zungenpianos erfuhr. Dass Klaus von Heydenaber ein exzellenter Pianist, Arrangeur und Komponist ist, das wusste er allerdings schon, war er doch dabei, als die Jazz-Sängerin und Marlene-Dietrich-Interpretin Nina Plotzki an gleicher Stelle und mit diesem am Flügel im vergangenen Jahr auftrat. Was es dann vielleicht auch überflüssig macht, en Detail auf seine Arbeit und sein Wirken einzugehen, das steht schließlich schon im entsprechenden Beitrag über dieses Konzert, nachzulesen im Archiv auf dieser Plattform.

Kein Placebo
Zumindest ein bisschen mehr muss man hingegen über Georg Alkofer und seine ebenfalls verstromte Gitarre sagen. Er kommt von der klassischen Gitarre, es war dann aber die Jazz-Gitarre, die ihn jetzt mit Namen wie Joss Stone, Herbie Hancock, SEAL oder Paco de Lucia in Verbindung bringt, was ihn nicht daran hinderte, nicht nur Jazz-Stücke, sondern auch Streichquartette oder Kammermusik zu komponieren. Worauf sein Auftritt im Festsaal nicht unbedingt schließen ließ. Hier kam man eher auf die Idee, dass er auch für die „Rocky Horror Show“ geeignet wäre. Stimmt. Da wirkte er und unter anderem auch bei einer Bühnenproduktion mit. Eine musikalische Bandbreite also, wie sie auch Drummer Jochen Enthammer vorweisen kann, der, um nur Eckpunkte zu nennen, nicht nur unterrichtet und verschiedene musikalische Initiativen ins Leben gerufen hat. Er hat auch noch die Zeit, unter anderem als Support bei Placebo, Gentleman, Konstantin Wecker oder den Toten Hosen aufzutreten.

Herzensangelegenheit
Und so gab es an diesem Abend eine „Invitation“ für einen Abstecher in die funkigen 1980er, eine das Publikum rockende „Revelation“, die ebenso eine Offenbarung war wie beispielsweise die Samba-Komposition „Corazón e Esperanza“ von Georg Alkofer. Was dann natürlich nur ein kleiner Ausschnitt aus dem opulenten Programm ist, der wenigstens nicht verschweigt, dass der letztgenannte Titel auch als versteckter Hinweis verstanden werden konnte, war doch der Überraschungsgast des Abends Sängerin Nina Plotzki. Und so könnte es gut sein, dass im Publikum dementsprechende Hoffnungen gehegt worden waren, sind gemeinsame Auftritte mitunter ja durchaus auch eine Herzensangelegenheit. Dass ihr dann für Stücke wie Chick Coreas „Spain“ auch die Herzen des Publikums zuflogen, war allerdings einzig ihrer Stimme und der Performance zu verdanken, ihre Interpretation von John Lennons „Imagine“ ließ außerdem verschmerzen, dass die Akustik an diesem Abend mitunter Groove und Elan der Interpreten nicht so ganz gewachsen war. Ganz im Gegensatz zu den Herzen, die die musikalischen Kraftpakete ganz offensichtlich glänzend verkrafteten. PET

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Besetzung:
Walter Ruckdeschel: Bass
Georg Alkofer: Gitarre
Klaus von Hyedenaber: ePiano
Jochen Enthammer: Drums

„Doc“ Walter Ruckeschel und seine Mitstreiter werden genau die Musik spielen, die richtig viel Spass macht, mächtig groovt und mehr für Seele und Körper als für den Kopf gedacht ist… ;-). Unter dem Motto „Bässer geht‘s nicht!“ widmet sich der im Hauptberuf als Kardiologe tätige Dr. Walter Ruckdeschel statt dem Herzschlag seiner Patienten dem Takt der Musik! Und das nicht wie gewohnt am Saxophon, sondern am Bass – virtuose Einlagen garantiert! Über die aufgeführte Formation hinaus, erwartet auch noch ein Überraschungsgast das Publikum.

Biographien

Walter Ruckdeschel – Bass

Saxophonist, Bassist, Soundzauberer, Kardiologe – das sind nur einige der vielseitigen Talente vom „Doc“. In seiner Jugend absolvierte er zuerst eine fundierte klassische Ausbildung am Violoncello, es folgte der Umstieg auf eBass und mehrjährige intensive Betätigung in etlichen Bands im süddeutschen Raum incl. Studiorecording, TV-Shows und Auftritten auf größeren Festivals. Langjährige intensive Beschäftigung mit Computer-basiertem Recording und Arranging seit Frühzeiten der Mac-Ära. Seit den 90er Jahren aktiv als stilistisch vielseitiger Saxophonist (Tenor, Bariton, Alt, Sopran in verschiedenen Bands incl. TV-Shows). Langjährig Tontechnik live bei etlichen Events incl. live recording (Recording, Mix und Mastering Gipsy Tenors, 2017 Skip Records). Liebhaber von one-take-records, energetischer Musik, Schubladen voller Saxophon-Mundstücke, Fender Jazzbässen mit aktiver Elektronik, 4K-Monitoren, guten Mikrophonen, Fuji Digitalkameras, Objektiven mit Festbrennweite, Qualität im Allgemeinen und Holzgeruch im Aufnahmeraum. 2017 Mitbegründer Eliton GmbH.

Jochen Enthammer – Drums

Ab 1989 Einzelunterricht bei verschiedenen Lehrern (u.a. Josh Kohn, Tommy Eberhardt, Mirko Djordjevic, Claus Hessler, Jost Nickel), sowie Teilnahme an unendlich vielen Workshops, Seminaren, Masterclasses und Fortbildungen. 1997-2001 prof. Ausbildung am „Drummers Focus“ München. 2018 Abschluss Lehrgang „Popmusik“ an der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung, Trossingen. Staatl. anerkannter Musiklehrer in den Fächern Schlagzeug, Rhythmik, Popmusik (Ensembleleitung). Ab 1996 Unterrichtstätigkeit an Musikschulen und privat, von 2004 an selbständig, Mitbegründer des „Musikimperium – Schule für Musik“ in Wasserburg – Edling – Grafing. 1998 bis 2001 Vorstand der Musikinitiative Rosenheim e.V. Seit 1988 in Livebands aktiv. Jochen war/ist in folgenden Formationen als festes Bandmitglied oder als Substitute tätig (Auszug): Funkestry, TanzBar, Christian Schumacher Trio, Katja Ritters Les Garconnes, Erin Perry`s Soul of Gospel, Watzmann, Godspell, Chris Norman, Klima, Club Society, George McCrae, Leroy Emmanuel, Cellulitis Beach, u.v.m. Als Support u.a. unterwegs mit: Gentleman, Wir sind Helden, Laith al-Deen, Mother`s Finest, Konstantin Wecker, Korn, Placebo, Toten Hosen, Brand New Heavies, Jamie Cullum, etc. Diverse Radio und TV- Auftritte.

Klaus von Hyedenaber – ePiano

In Braunschweig geboren lebt er heute in München. Er studierte Musik an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Graz. Innerhalb seiner langjährigen Zusammenarbeit mit Viktor Bodó komponierte er Schauspielmusiken für zahlreiche kleine und große Besetzungen, unter anderem am Schauspielhaus Graz, am Hamburger Schauspielhaus, am Theater Basel und am Staatstheater Mainz, sowie am Vigtheater und am Katonatheater in Budapest. 2014 realisierte er in Graz seine erste eigene Regiearbeit »Herzbetrunken«, für die er 15 Gedichte von Joachim Ringelhatz für zwei Darsteller vertont hat. In München leitet er sein eigenes Jazzorchester, für das er die Kompositionen beisteuert.

Georg Alkofer – Gitarre

studierte am Richard-Strauss-Konservatorium München Klassische Gitarre bei Gabriele Prediger Mahne und Johannes Tonio Kreusch sowie Jazzgitarre bei Peter O’Mara. Diplom an der Musikhochschule Würzburg sowie Künstlerisches Lehramt für Musik an Gymnasien (1. und 2. Staatsexamen mit Auszeichnung) an der Hochschule für Musik und Theater München. Privatstudien
 bei
 John
 Abercrombie,
 Jim
 Mullen,
 Chuck 
Loeb
, Paulo
 Cardoso, Jon Herington (Steely Dan). Alkofer führt eine Gitarrenklasse im Studiengang Jazz/Pop/Medien am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg und arbeitet für international renommierte Künstler, wie z.B. SEAL, Joss Stone, Nah Youn Sun, Orange blue, u.v.a. Internationale
 Tourneen und
 Aufnahmen
 mit
 verschiedensten
 Ensembles
 und
 Bands
 in Europa,
 USA,
 Korea, 
Thailand, 
Philippinen, 
Ukraine …
Er trat auf im 
Vorprogramm 
von Herbie 
Hancock,
 Ray
 Brown,
 Paco 
de
 Lucia, 
Abdullah
 Ibrahim,
 Cool
 & 
the
 Gang und wirkte mit als Gitarrist und Posaunist
 in
 Musicals
 und
 Musiktheaterproduktionen
, z.B. 
„Odysseus“ (deutsche
 Uraufführung, CD
-Produktion),
„Der 
kleine
 Horrorladen“, „Nonnsens“, 
„Rocky
 Horror 
Show“. Das kompositorische Werk des Multi-Instrumentalisten bewegt sich zwischen den Polen Jazz und Klassik (Streichquartette, Kunstlieder, Chorkompositionen, kammermusikalische Werke für Blechbläser), umfasst aber auch Filmmusik sowie Musical.

Details

Datum:
25. Oktober 2019
Zeit:
20:00 - 22:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Festsaal Wasserschloss
Telefon:
0 80 84 967 04 31
Website:
https://sovie-ev.de